Archive mysteries: eine Fotomontage

In unserer Reihe der „Archive Mysteries“ stellen wir Objekte, Bilder oder Archivalien vor, über deren Kontext wir nur sehr wenig wissen. Wir hoffen auf das Wissen unserer Nutzerinnen und Nutzer sowie ihre Freude am Rätseln. Diesmal geht es um eine Fotomontage.
Brände vs. Kirchenbücher

Ob für die Geschichts-, Sozial-, Medizin- oder private Ahnenforschung (um nur eine kleine Auswahl zu nennen) – Kirchenbücher bieten wertvolle Informationen für viele Fragestellungen und Fachdisziplinen. Umso ärgerlicher ist es, wenn sie die Jahrhunderte nicht überstanden haben. Einige Bücher fielen wider aller Erwartungen in Privatbesitz und gelten faktisch als verschollen. Andere wiederum wurden durch Brände in den Kirchengemeinden so stark beschädigt oder zerstört, dass sie ebenfalls nicht mehr für eine Nutzung in Frage kommen.
Provinzkonferenz 2026

Die Archivmitarbeitenden der Oberrheinischen Kirchenprovinz treffen sich einmal im Jahr zu einem zweitägigen Austausch. Aus dem Diözesanarchiv Rottenburg (DAR), dem Dom- und Diözesanarchiv Mainz (DDAMZ) und dem Erzbischöflichen Archiv Freiburg (EAF) kamen am 10. und 11. Juni 28 Archivarinnen und Archivare in Rottenburg zusammen. Außerdem durften wir zwei Gäste in unserer Runde begrüßen und ihre Erfahrungen sowie Perspektiven zu unseren diesjährigen Schwerpunktthemen einholen.
Das Gesicht hinter dem Namen: Sterbekarten

Das nachfolgend thematisierte Medium ist unter mehreren Bezeichnungen bekannt: Sterbekarten oder -bilder, auch Toten- oder Trauerzettel, um eine Auswahl zu nennen, wurden zur Erinnerung an die Verstorbenen erstellt und unter anderem bei der Bestattung an die Trauergäste verteilt. Im 19. Jahrhundert waren Sterbekarten ein etablierter Bestandteil des Totengedenkens, dessen Anfänge sich in die zweite Hälfte des 17. Jahrhunderts zurückverfolgen lassen.
Ein kleiner Rückblick in die eigene Vergangenheit

Wenn man eine Auswahl über die besonders repräsentativen, kuriosen, bedeutsamen oder optisch beeindruckenden Archivstücke im eigenen Haus treffen müsste, welche würden es dann auf die Liste schaffen? Diese Frage stellten sich in der Vergangenheit wohl schon einmal Archivare im Erzbischöflichen Archiv Freiburg, denn es gibt mehr als eine Zusammenstellung sogenannter Memorabilia.
Mit (und in) der Kirche ist zu rechnen

Alte Archivhasen (w, m, d) mit jahrzehntelanger Berufserfahrung kann so schnell nichts mehr überraschen, sollte man meinen. Doch selbst solche Fachleute müssen jederzeit damit rechnen, nicht unbedingt zu erwartende und daher interessante Funde zu machen. Beispielsweise zum Thema Rechnen, wie die Abbildung zeigt. Es handelt sich um einen kleinen Ausschnitt aus einem neun Seiten umfassenden Schriftstück, das sich in einer Akte mit dem Titel „Ablösung des Bauaufwandes, der Kompetenzen und der Bedürfnisse für Kirchen, Pfarreien, Kaplaneien, Meßner, Glöckner und Organistendienste“ findet, die unter der Rubrik bzw. Aktenplangruppe „Kirchenbaulichkeit“ im Bestand B 21 (Finanzkammer – Generalia) des EAF verwahrt wird.
Einblick in die Archivwissenschaft: Records Continuum Model (RCM)

Ein Blick über den eigenen Tellerrand regt zum Entdecken und Nachdenken an. Es soll auch im Arbeitskontext schon mal vorgekommen sein, dass man neu erworbenes Wissen gewinnbringend einsetzen konnte. Falls es sich für die eigene Tätigkeit doch als unbrauchbar herausstellt, kann man sich zumindest über die schöne Gewissheit freuen, dass man vorher schon alles richtig gemacht hat. In diesem Beitrag soll es um ein theoretisches Modell gehen: das Records Continuum Model (RCM).
Speykästchen und Spagatkapseln

Nachdem Papst Pius VII. mit der Bulle „Provida solersque“ vom 16. August 1821 die Oberrheinische Kirchenprovinz und zugleich die Erzdiözese Freiburg kirchenrechtlich errichtet hatte, dauerte es noch mehr als sechs Jahre, bis sie tatsächlich den Betrieb aufnehmen konnte. Hauptgrund für die Verzögerung war die Personalgewinnung, wobei es sich insbesondere bei der Besetzung des Bischofsstuhls um eine hochpolitische und entsprechend komplizierte Angelegenheit handelte. Erst am Sonntag, dem 21. Oktober 1827 war die Weihe und Amtseinführung des ersten Freiburger Erzbischofs, Bernhard Boll, und gleich am Folgetag sollte die zentrale Verwaltung mit der Arbeit beginnen.
Archive mysteries: ein dekorativer Innenraum

In unserer Reihe der „Archive Mysteries“ stellen wir Objekte, Bilder oder Archivalien vor, über deren Kontext wir nur sehr wenig wissen. Wir hoffen auf das Wissen unserer Nutzerinnen und Nutzer sowie ihre Freude am Rätseln. Diesmal geht es um den dekorativen Innenraum einer Kirche.
Kurz und knapp: Post- bzw. Korrespondenzkarten

Mit „Postkarten“ verbinden die Meisten wohl fröhliche Grüße aus dem Urlaub an Freunde und Familie zu Hause. Während die Grüße, aufgrund des gängigen Formats von 105x148cm, durch meist straff gehaltene Erlebnisse auf der einen Seite der Postkarte ergänzt werden, ziert die andere Seite der Postkarte üblicherweise ein ansprechendes Bild des Urlaubsortes zur Unterstreichung der guten Stimmung.
Bemerkenswerte Handschriften und was man dagegen tun kann

Früher erhielt man bei Arztbesuchen ein handgeschriebenes Rezept, mit dem man in die Apotheke ging. Aus Neugierde hat man einen Blick darauf geworden und schnell festgestellt, dass man da nur Linien oder Krakel sieht. Man wunderte sich, wie jemand so schreiben kann und wie es dem Apotheker oder der Apothekerin überhaupt gelingen konnte, das Medikament zu ermitteln – aber es funktionierte wie auf magische Weise. So ein ähnliches Erlebnis hat man gelegentlich in einem Archiv und idealerweise ist man selbst diejenige Person, für die andere Handschriften kein unüberwindbares Hindernis darstellen. Allerdings: ein paar Individuen verstanden es, die Dechiffrierungsaufgabe zu einer besonderen Herausforderung zu machen.
Archive mysteries: Adressat gesucht

Es kommt gar nicht so selten vor, dass in Archiven Dinge zu finden sind, die man da nicht erwarten würde. Das können Objekte sein, die auch mit viel gutem Willen kaum als Archivgut zu bezeichnen sind, seien es Gipsköpfe von Päpsten oder mumifizierte Blindschleichen – beides vor Jahrzehnten in stillen Winkeln des EAF entdeckt. Dazu gehören aber auch Schriftstücke, die eigentlich gar nicht in das fragliche Archiv gehören, sondern auf mitunter unbekannten Wegen dorthin gelangt sind.
Das EAF in Zahlen

Dies ist der 123. Beitrag zum Archivblog. Ich möchte euch mitnehmen durch das Archiv, ein wenig kreuz und quer, wie ich es selbst bereits vielfach durchquert habe, vielleicht aber etwas anders als sonst. Anders, als ich es normalerweise tun würde. In Vorbereitung auf diesen Beitrag jedenfalls habe ich das Archiv auf eher verschlungenen Wegen unsicher gemacht, und es mag manchen Leuten befremdlich vorgekommen sein, wenn ich murmelnd mit einem Zettel in der einen und einem Bleistift in der anderen Hand herumgestapft bin und meinen Blick auf die unterschiedlichsten Dinge gerichtet habe. Ich habe auf andere Dinge geachtet, als ich es normalerweise tun würde. Nun möchte ich euch diese Räumlichkeiten vorstellen, auf eine Weise auf die ihr sie ansonsten wahrscheinlich eher nicht betrachtet hättet: in Zahlen. An dieser Stelle möchte ich anmerken, dass die hier angegebenen Informationen so sind, wie ich sie zu einem bestimmten Zeitpunkt, teilweise auch nur ungefähr, ermitteln konnte – es handelt sich um eine Momentaufnahme. Trotzdem hoffe ich, dass dadurch ein Eindruck entstehen kann, gerade für diejenigen, die das Erzbischöfliche Archiv noch nie betreten haben; aber ich hoffe auch, dass mit dem Hause durchaus vertraute Personen ebenfalls etwas Neues darüber erfahren können.
Dekanatsarchive

Bei den Dekanatsarchiven handelt es sich vermutlich nicht um die bekannteste Bestandsgruppe im EAF. Schade eigentlich, bieten die Archivalien doch zahlreiche Erkenntnismöglichkeiten für die historische und kirchengeschichtliche Forschung, aber auch für lokal Interessierte. Sie sollen in gebotener Kürze vorgestellt werden.
Wenn der Netzwerkausfall zu einem interessanten Fund führt...

Eine technische Störung muss nichts Schlechtes sein. Manchmal veranlasst sie einen dazu, im eigenen Büro nach einer anderen Beschäftigung zu suchen, weil der Zugriff auf die E-Mails, das Laufwerk und die Verzeichnungssoftware auf unbestimmte Zeit nicht zur Verfügung stehen. In solchen Fällen kann man sich mühelos dem Analogen zuwenden, denn davon gibt es in Archiven bekanntermaßen mehr als genug. Der Zeitpunkt für einen Blick in die drei verstaubten Kartons im Regal könnte idealer nicht sein...
Das were in unsers herren von costenntz registern

Die Handschrift Ha 56 aus dem Erzbischöflichen Archiv Freiburg (EAF), allgemein nach ihrem prominentesten Teil auch Liber Decimationis genannt, ist bereits vielfach in Untersuchungen gewürdigt worden. Bisher noch ungeklärt scheint aber ein kleines Detail zu sein, dem in diesem Beitrag nachgegangen werden soll: Auf einem zu Beginn des Bandes eingeklebten Blatt, das aber wohl schon ursprünglich Teil der Handschrift war, findet sich ein Vermerk aus dem 17. Jahrhundert (?), der folgendermaßen lautet: Nota. Anno 1435 iuxta Protocolum Y pagina 172 fuit hic liber pro authentico declaratus.(1) Wie ist diese Passage zu verstehen und was wurde hier 1435, gut 100 Jahre nach der Anlage der Handschrift, für echt erklärt und warum?
Kirchenverwaltung - Parteipolitik - Intrigen

Auf den ersten Blick ist das EAF das Behördenarchiv für das Erzbischöfliche Ordinariat (EO), die zentrale Verwaltung der Erzdiözese Freiburg, und gleichzeitig „Landesarchiv“ für das gesamte Bistum. Bei näherem Hinsehen zeigt sich jedoch, dass es in Wirklichkeit aus mehreren einst selbständigen Archiven besteht. Nicht nur, weil es eine ganze Reihe von Archiven eigenständiger Einrichtungen wie Pfarreien oder Dekanate verwahrt, sondern weil es, wie auch das EO, aus der Fusion mehrerer einst eigenständiger Behörden bzw. deren Archiven entstanden ist. Die beiden größten und wichtigsten sind zum einen das Ordinariat – in anderen Gegenden Deutschlands würde es als Generalvikariat bezeichnet – zum anderen die bis Ende 1974 eigenständige Erzbischöfliche Finanzkammer.
750 Jahre Liber Decimationis

Im Jahr 2025 können die politischen Gemeinden Schonach im Schwarzwald, Möglingen bei Stuttgart, Egg im Vorarlberg, Lungern im Kanton Obwalden und die Kirchengemeinden in Staufen, Lenzkirch und Göppingen ihren 750. Geburtstag feiern, da ihre erste schriftliche Erwähnung in das Jahr 1275 fällt! Der Grund für diese und zahlreiche weitere Jubiläen liegt in einer Handschrift, die heute im Erzbischöflichen Archiv Freiburg verwahrt wird: Dem sogenannten Liber Decimationis.
Rückschau auf die Tagung "Aufarbeitung, Aufbau und Aufbruch"

Für die Tagung vom 6. bis 8. November kamen Expertinnen und Experten sowie Interessierte aus verschiedenen Bistümern zusammen. Die Veranstalter luden Fachkundige aus Geschichtswissenschaft und Theologie ein, um fünf Themenschwerpunkte in vergleichender Perspektive zu beleuchten. Das Format war bereits 2021 anlässlich der Jubiläumstagung zur Oberrheinischen Kirchenprovinz (1821-2021) gewinnbringend umgesetzt worden. Das diesjährige Treffen nahm sich die Zeitspanne zwischen dem Ende des Zweiten Weltkriegs und dem Beginn des Zweiten Vatikanischen Konzils vor. Ging man mit der Haltung hinein, dass zum Wiederaufbau doch bestimmt schon alles gesagt wurde, wurde man eines Besseren belehrt.
Online verfügbar: Die Kriegsberichte der Erzdiözese Freiburg

Mit der bedingungslosen Kapitulation des Deutschen Reiches am 8. Mai 1945 endete der Zweite Weltkrieg in Europa. Weniger als zwei Wochen später, am 17. Mai 1945, forderte Erzbischof Conrad Gröber sämtliche Pfarrämter dazu auf, aus ihrer Perspektive über die wichtigsten Ereignisse der letzten Kriegs- und ersten Nachkriegstage zu berichten. Dazu hatte er fünf Leitfragen formuliert, an denen sich die Geistlichen orientieren sollten. Manche Pfarrer antworteten binnen weniger Tage, andere erst Monate oder Jahre später, nachdem sie zweimal oder gar dreimal gemahnt worden waren. Einige Berichte kamen auch nie in Freiburg an, sei es, dass sie nicht geschrieben wurden, sei es, dass sie unterwegs verlorengegangen sind.
Before (a)social media, the web used to be social. Each and every Web 2.0 site used to offer its info pebbles also as an RSS feed. RSS (really simple syndication) is a standardized XML format (extensible markup language) that an RSS reader app can import and display. Some of this information infrastructure has survived and can be revived by the web app RSS Enterprise on this page.
The primary use case is Mastodon. But as it turns out, RSS feeds provided by at least BlueSky, tumblr, WordPress, SpeakerDeck, Pinterest, and Wordpress can also be displayed here.
For Mastodon in specific, there are a few special features:
- You can click Mastodon tags to load the tag’s content. Try #SciFiEtiquette or #trendytoots
Discover more insights at the tag #RSSEnterprise itself.
- You can click a Mastodon user to display her feed.
Try @mprove or @chronohh
- You can drag any RSS feed URL from any web page to the cover above and drop it into the river. This does also work for Mastodon users and hash tags, as well as for blogspot, pinterest, substack, and tumblr.
The menu command Edit > Paste of an RSS address is also possible, but less exciting.
Of course, you can always fiddle around with the parameters in the browser’s address bar:
RSS Enterprise parameter info
- rss=
- The feed url or a dropable blog URL
Support for multiple Mastodon hash tags; e.g. get the combined tags #ComputerHistory #HistoryOfComputers #HistoryOfComputing #chm with this RSS Enterprise link
- rss2=
- A second feed to be displayed; but no support for multiple tags
- roundrobin
- Optional parameter to flip-flop between two feeds instead of sorting them chronologically
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