Wed, 19 Aug 2026 21:26:57 +0000

Wird UX Research künftig nur effizienter oder tatsächlich strategisch wichtiger? – Patrick Gallitz‘ Blick auf die Zukunft von UX Research

Es gibt Menschen der deutschen UX Community, bei denen weiß ich genau, wofür sie stehen. Patrick Gallitz (Mindfacts) gehört für mich dazu:
Patrick steht für einen Anspruch an User und UX Research, den ich schätze und der in seiner Ausprägung einmalig ist:

Patrick Gallitz (Inhaber und Geschäftsführer Mindfacts GmbH)

Patrick Gallitz

Genau hinschauen, zuhören, methodisch sauber arbeiten, stets Wissen und entscheidungsrelevante Erkenntnisse schaffen – zuverlässig und gültig, ab und an grundlegend, und auch unbequeme Erkenntnisse aussprechen.

Dafür steht Patrick seit Jahrzehnten. Er sieht UX und User Research als Instrument der Unternehmensführung an – niemals nur als einzelnes Projekt, abgeschlossen mit der Präsentation von Ergebnissen.

Patrick blieb und ist neugierig, lernbereit, will Erkenntnisse schaffen, die zu besseren Entscheidungen – sowohl auf operativer als auch strategischer Ebene – führen.

Diesen Anspruch lebt Patrick seit mehr als zwei Jahrzehnten.
Diese Leidenschaft und sein Verständnis von UX Research in Perfektion hat er inzwischen an viele UX Professionals weitergegeben.

Nach seinem Studium der Wirtschaftswissenschaften und ersten Stationen in der Markt- und Nutzerforschung gründete Patrick im Jahr 2004 Mindfacts.

Mehr als 20 Jahre und 500 Studien später beschäftigt ihn noch immer die Frage, wie wir Menschen besser verstehen können und welchen Beitrag UX Research zu Produkt-, Innovations- und Unternehmensentscheidungen leisten kann.

Und genau aus diesem Grund hat Mindfacts vor einigen Jahren den UX Research Monitor initiierte und inzwischen etabliert hat. Patrick und sein Team wollen damit nicht nur wissen, welche Methoden wir UX Professionals einsetzen. Sie interessiert auch, wie sich unsere Profession verändert:

  • Was macht beispielsweise KI mit unserer Arbeit? Wird Research lediglich effizienter – oder dank KI strategisch relevanter?
  • Wie schaffen wir „Business Impact“, kommen von UX Research machen hin zu UX Research wirksam(er) machen?
  • Und welche Rolle werden UX Researcher künftig in Unternehmen einnehmen?

Über diese Fragen, den UX Research Monitor 2026 und Patricks‘ Sicht auf die Zukunft unserer Profession haben wir gesprochen.

UX Research als Gradmesser für UX-Reife

Lieber Patrick, was verrät der Zustand von UX Research in Deutschland im Jahr 2026 über den Zustand von UX insgesamt?

Patrick: UX Research ist für mich ein sehr guter Indikator für den Reifegrad von UX insgesamt. Dort, wo Research systematisch eingesetzt wird, finden wir meist auch eine stärkere Nutzerorientierung, bessere Entscheidungsprozesse und eine höhere Bereitschaft, Annahmen zu hinterfragen.

Gleichzeitig zeigt sich aber ein interessantes Spannungsfeld: UX Research ist in vielen Unternehmen heute operativ etabliert. Usability-Tests, Interviews oder Anforderungsanalysen gehören zum Werkzeugkasten vieler Teams.

Schwieriger wird es jedoch, wenn es um strategische Fragestellungen geht. Dort wird UX häufig noch als Optimierungsinstrument verstanden und weniger als Quelle für Orientierung, Priorisierung und Innovation.

Der Zustand von UX Research zeigt daher sehr gut, wo die Branche aktuell steht:

„Nutzerzentriertes Arbeiten ist weitgehend akzeptiert. Die eigentliche Herausforderung besteht darin, UX und Research stärker in strategische Entscheidungen einzubinden und ihren Beitrag zum Unternehmenserfolg sichtbar zu machen.“

UX Research Monitor von Mindfacts – die Entwicklung von UX Research über Jahre hinweg sichtbar machen! 

Mit dem UX Research Monitor 2026 startest du erneut eine umfassende Erhebung innerhalb der UX-Research-Community. Was hat dich ursprünglich motiviert, dieses Format ins Leben zu rufen?

Patrick: Mich hat vor allem interessiert, wie sich unsere Disziplin tatsächlich entwickelt, jenseits von Konferenzen, LinkedIn-Diskussionen oder Einzelmeinungen.

Wir sprechen in der UX-Branche oft über ähnliche Themen: KI, ResearchOps, Business Impact, strategische Verankerung oder den Fachkräftemarkt. Gleichzeitig fehlt häufig ein systematischer Blick darauf, wie diese Themen in Unternehmen tatsächlich wahrgenommen werden.

Der UX Research Monitor soll genau diese Lücke schließen. Er soll kein wissenschaftlicher Grundlagenbericht sein, sondern ein Stimmungsbild der Praxis. Mich interessiert, welche Herausforderungen Unternehmen tatsächlich beschäftigen, welche Erwartungen an UX Research bestehen und wie sich die Rolle von Researchern verändert.

Darüber hinaus möchte ich Entwicklungen über mehrere Jahre hinweg sichtbar machen. Gerade jetzt, in einer Zeit, in der KI unsere Arbeitsweise grundlegend verändert, werden Längsschnittdaten zunehmend wertvoll.

Germann UPA Branchenreport und UX Research Monitor – ähnliche Ziele, unterschiedliche Inhalte und Zielgruppen!

Der German UPA Branchenreport erhebt ebenfalls Daten aus unserer Community. Wo siehst du die Unterschiede zwischen beiden Formaten und warum braucht die UX-Community aus deiner Sicht beide Perspektiven?

Patrick: Ich sehe beide Formate eher als Ergänzung, denn als Konkurrenz.

Der Branchenmonitor der German UPA betrachtet vor allem die Situation der UX-Professionals selbst. Dort geht es beispielsweise um Rollenbilder, Karrierewege, Gehälter, Arbeitsbedingungen oder die Entwicklung des Berufsbildes. Das ist enorm wichtig, weil es zeigt, wie sich unsere Profession entwickelt und unter welchen Rahmenbedingungen UX-Arbeit stattfindet.

Der UX Research Monitor verfolgt einen anderen Schwerpunkt. Uns interessiert vor allem die Rolle von UX Research in Unternehmen.

  • Welche Bedeutung hat Research?
  • Wie verändert KI den Arbeitsalltag?
  • Welche Kompetenzen gewinnen an Bedeutung?
  • Welche Herausforderungen sehen Unternehmen?
  • Welche Rolle spielen externe Dienstleister künftig?

„Während der Branchenmonitor stärker die Perspektive der Menschen in der UX-Community betrachtet, richtet sich der UX Research Monitor stärker auf Organisationen, Entscheidungsprozesse und die Zukunft von UX Research als Disziplin.“

Gerade die Kombination beider Perspektiven ermöglicht ein vollständigeres Bild der Branche.

UX Research wirksam machen – nicht immer gelingt das!

Wenn du auf die bisherigen Ausgaben des UX Research Monitors zurückblickst: Welche Entwicklungen oder Veränderungen haben dich persönlich am meisten überrascht?

Patrick: Mich haben vor allem die Widersprüche überrascht, die sich durch viele Ergebnisse ziehen.

Einerseits wird UX-Research von den Befragten als sehr wertvoll angesehen. Besonders hoch bewertet werden die frühzeitige Identifikation von Nutzerbedürfnissen, die Ableitung von Anforderungen und die Evaluation von Lösungen.

Gleichzeitig attestieren nur 31 Prozent dem Research einen relevanten Beitrag zur strategischen Ausrichtung von Unternehmen. Das hat mich nachdenklich gemacht. Offenbar wird Research häufig geschätzt, aber noch nicht überall als Instrument für strategische Entscheidungen verstanden.

Ein zweiter Widerspruch betrifft KI. Fast alle Befragten erwarten erhebliche Effizienzgewinne durch KI und viele sehen großes Potenzial in Analyse, Auswertung und Reporting. Gleichzeitig gehört die unkritische Übernahme von KI-Ergebnissen zu den größten wahrgenommenen Risiken. Die Branche scheint also gleichermaßen fasziniert und vorsichtig zu sein.

Besonders spannend fand ich aber noch etwas anderes: Viele Befragte erwarten, dass operative Research-Aufgaben künftig stärker automatisiert werden. Gleichzeitig rechnen sie damit, dass die Bedeutung von Interpretation, Beratung und strategischer Einordnung steigt. Genau darin sehe ich die zentrale Entwicklung unserer Disziplin.

„Die Frage ist nicht mehr, ob Künstliche Intelligenz Research verändert. Die spannendere Frage ist, welche Rolle Researcher künftig in Unternehmen einnehmen werden.“

Wie KI die Arbeit von UX Professionals verändert!

Viele UX Professionals erleben derzeit, wie sich ihre Rolle durch KI, wirtschaftlichen Druck und veränderte Organisationsstrukturen verändert. Welche Fragen interessieren dich dazu im diesjährigen UX Research Monitor besonders?

Patrick: Mich interessiert vor allem, wie sich die Arbeit tatsächlich verändert, nicht nur technologisch, sondern auch organisatorisch.

  • Wird durch KI tatsächlich mehr Research durchgeführt?
  • Wofür wird die gewonnene Zeit genutzt?
  • Entsteht mehr Raum für Interpretation, Beratung und Strategie oder werden die gleichen Aufgaben einfach schneller erledigt?

Spannend finde ich auch die Frage, wie Unternehmen mit der Qualität KI-gestützter Ergebnisse umgehen. Vertrauen sie den Ergebnissen? Werden neue Prozesse zur Qualitätssicherung aufgebaut? Und welche Kompetenzen gewinnen dadurch an Bedeutung?

Letztlich interessiert mich die zentrale Frage des diesjährigen Monitors: Wird UX Research künftig nur effizienter oder tatsächlich strategisch wichtiger?

Qualität ist die beste Werbung für strategisch relevanten und wirksamen UX Research!

Viele verbinden UX Research vor allem mit Protokollen lauten Denkens, Tests und Interviews. Wann wird UX Research aus deiner Sicht wirklich anspruchsvoll, herausfordernd und warum sind genau diese Projekte oft die spannendsten, insbesondere für dich und Mindfacts?

Patrick: Anspruchsvoll wird UX Research immer dann, wenn Standardisierung an ihre Grenzen stößt.

Viele Fragestellungen lassen sich heute mit etablierten Methoden oder zunehmend auch mit KI-gestützten Verfahren effizient bearbeiten. Wirklich spannend wird es dort, wo Nutzungskontexte komplex sind, Zielgruppen schwer erreichbar werden oder Entscheidungen eine hohe wirtschaftliche Tragweite haben.

Das erleben wir häufig im B2B-Umfeld, bei Fachanwendungen oder in regulierten Branchen. Dort reicht es oft nicht aus, einen standardisierten Test aufzusetzen oder Nutzer automatisiert zu befragen. Viele Zielgruppen erwarten einen Gesprächspartner, der ihre Fachsprache versteht, nachfragen kann und ihnen auf Augenhöhe begegnet. Menschen wollen mit Menschen sprechen.

Gerade in solchen Projekten geht es weniger um die Durchführung einer Methode als um das Verstehen komplexer Zusammenhänge, den Aufbau von Vertrauen und die Übersetzung von Erkenntnissen in belastbare Entscheidungen.

Deshalb interessieren uns bei Mindfacts besonders Fragestellungen, die sich nicht vollständig standardisieren oder automatisieren lassen.

„Dort, wo Unsicherheit hoch ist und Fehlentscheidungen teuer werden können, entsteht häufig der größte Mehrwert durch fundierte Research-Arbeit.“

Von UX Research machen – hin zu UX Research wirksam machen!

Du arbeitest seit vielen Jahren mit Unternehmen unterschiedlichster Größe zusammen. Was unterscheidet Organisationen, in denen UX Research strategisch wirksam ist, von denen, in denen UX Research noch immer um Aufmerksamkeit und Einfluss kämpfen muss?

Patrick: Der entscheidende Unterschied liegt selten in der Anzahl der Researcher oder im Budget.

Strategisch wirksame Organisationen nutzen Research als Grundlage für Entscheidungen. Nutzerwissen wird dort nicht als Projektartefakt betrachtet, sondern als Ressource für Produkt-, Service- und Unternehmensentwicklung.

In weniger reifen Organisationen wird Research dagegen häufig als nachgelagerte Validierung verstanden. Man fragt Nutzer erst dann, wenn bereits viele Entscheidungen getroffen wurden.

Erfolgreiche Unternehmen schaffen zudem Strukturen für Wissensmanagement, Wiederverwendung von Erkenntnissen und den Austausch zwischen Teams. Sie investieren nicht nur in einzelne Studien, sondern in die Fähigkeit, kontinuierlich von Nutzern zu lernen.

Welche Fertigkeiten gewinnen an Bedeutung: Was unterscheidet gute von sehr guten UX Researcher (w/m/d)?

Welche Fähigkeiten werden UX Researcher in den kommenden drei bis fünf Jahren aus deiner Sicht stärker entwickeln müssen, um relevant und wirksam zu bleiben?

Patrick: Methodenkompetenz bleibt wichtig, wird aber zunehmend zur Grundvoraussetzung. Die eigentliche Veränderung sehe ich an anderer Stelle.

UX Researcher werden künftig stärker verstehen müssen, wie Unternehmen funktionieren:

  • Welche Geschäftsziele verfolgt ein Unternehmen?
  • Wie entstehen Prioritäten?
  • Welche wirtschaftlichen Risiken und Chancen sind mit Entscheidungen verbunden?

Viele operative Aufgaben, von der Recherche bis zur Analyse, werden durch KI unterstützt oder teilweise automatisiert. Dadurch verschiebt sich der Schwerpunkt der Arbeit. Der Mehrwert von Researchern wird weniger darin liegen, Daten zu erzeugen, sondern vielmehr darin, Erkenntnisse einzuordnen, Konsequenzen aufzuzeigen und Entscheidungsträger zu beraten. Dafür braucht es ein stärkeres Verständnis für Strategie, Geschäftsmodelle, Produktmanagement und Unternehmensführung.

„Aus meiner Sicht ist UX Research langfristig stärker mit Marketing, Innovation und Unternehmensentwicklung verbunden als mit Design.“

Die eigentliche Aufgabe besteht nicht darin, Methoden anzuwenden, sondern bessere Entscheidungen zu ermöglichen.

Diese Sichtweise prägt auch unseren Boutique-Ansatz bei Mindfacts. Wir verstehen Research nicht primär als operative Dienstleistung, sondern als Instrument zur Reduktion von Unsicherheit bei wichtigen Entscheidungen. Deshalb interessieren uns besonders Fragestellungen, bei denen Produkte komplex sind, Nutzungskontexte anspruchsvoll werden und Fehlentscheidungen teuer sein können.

Der UX Researcher der Zukunft ist deshalb nicht nur Forscher, sondern zunehmend auch Berater, Übersetzer und Sparringspartner für Produktverantwortliche und Management.

UX Research Monitor 2026 – Status quo und die Zukunft der Nutzerforschung

Was hoffst du durch den UX Research Monitor 2026 über unsere Branche zu lernen und warum lohnt es sich für UX Professionals, an der Erhebung teilzunehmen?

Patrick: Mich interessiert vor allem, ob wir aktuell eine reine Effizienzrevolution oder eine echte Rollenverschiebung erleben.

Viele Diskussionen drehen sich derzeit um Automatisierung, KI und Kostendruck. Die spannendere Frage ist für mich jedoch, ob UX Research dadurch strategisch an Bedeutung gewinnt oder ob es bei einer Optimierung operativer Prozesse bleibt.

Für UX Professionals bietet die Teilnahme die Möglichkeit, die Entwicklung der eigenen Disziplin aktiv mitzugestalten. Gleichzeitig erhalten wir als Branche ein aktuelles Bild darüber, welche Themen Unternehmen tatsächlich beschäftigen und welche Kompetenzen künftig gefragt sein werden.

Je mehr Perspektiven wir einbeziehen, desto belastbarer werden die Erkenntnisse. Genau deshaln lohnt sich die Teilnahme – heute (Fragebogen UX Research Monitor 2026) und bei zukünftigen Erhebungen.

Patrick, vielen Dank für dein Engagement für die UX Community und unsere Profession.

Ihr schafft mit dem jährlich durchgeführten UX Research Monitor, dessen Ergebnisse und Erkenntnisse ihr offen teilt, immer wieder wichtige Insights und Impulse, über die wir gemeinsam diskutieren können. Das macht für mich euren UX Research Monitor so wertvoll – und bin gespannt, was uns die Ergebnisse 2026 über die Zukunft von UX Research erzählen werden.

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Tue, 11 Aug 2026 15:48:59 +0000

Ein ziemlich unscharfes Bild eines Lokals. Hinten an der Wand das Logo vom UX Roundtable. Vorne der Text: "UXHH@25 CLASSIC TABLE"

Nach 25 Jahren laden wir einmal mehr zum Roundtable Classic ein.
25.8.26 bei MAMA neben dem Hamburger Rathaus.
Anmeldung: uxhhclassic2026.eventbrite.de

Mon, 20 Jul 2026 10:32:44 +0000

Von Orgelpfeifen und Software-Plugins, Teil 8: Das ligeti zentrum – Musiktechnologien von morgen

Von Dr. Fabian Czolbe

Milan Wagner_ligeti_91
György Ligeti | Foto: Milan Wagner

Die Entwicklung von Software für Musiker:innen und die Einbindung des Computers verfolgte der Wahlhamburger György Ligeti bereits seit Anfang der 1970er-Jahre. Zuvor war Ligeti als Composer in Residence an der Stanford University und hatte dort John Chowning und das Stanford Artificial Intelligence Laboratory kennengelernt: eines der damals führenden Computerzentren der Welt. Ligeti war fasziniert von der Verbindung von Kunst, Musik, Wissenschaft und Technologie und wollte diese Ideen mit an seine Stelle an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg bringen. Er plante hier nicht weniger als Europas erstes Institut für Computermusik: ein interdisziplinärer Ort des Wissenstransfers zwischen Kunst und Technologie.

Der Wunsch blieb ihm zu Lebzeiten verwehrt. Erst posthum, 2023, zu Ligetis 100. Geburtstag, öffnete schließlich das ligeti zentrum in Hamburg-Harburg seine Türen, eine Werkstatt für Innovationen. Vier Hochschulen tragen das Zentrum, und dass eine Musikhochschule und eine Technische Universität hier dasselbe Dach teilen, ist kein Zufall.

Einmal im Monat finden im ligeti zentrum Synthesizer-Workshops statt. Im 9. Stock konnten Besucher:innen die digitalen Musikerzeuger ausprobieren | Foto: Carsten Rabe
Synthesizer-Workshop im ligeti zentrum | Foto: Carsten Rabe

Dass eine Musikhochschule und eine Technische Universität im ligeti zentrum dasselbe Dach teilen, ist kein Zufall

Das ligeti zentrum mit den unterschiedlichen Laboratorien und Projekten versteht sich als Möglichkeitsraum für innovative Impulse: So überführt Simon Linke mit seinen Cyberinstruments das physikalische Verhalten realer Instrumente mithilfe der Impulse Pattern Formulation in nichtlineare Algorithmen. Es entstehen Klänge, die kein vorhandenes Instrument produzieren kann, und die Grundlage für eine neue Generation von Synthesizern. Was bei Harald Bode ein Lötkolben war, ist jetzt eine rekursive Gleichung. 

IPF Equation
IPF-Gleichung

Algorithmen machen dabei Muster in Klang und Synchronisation hörbar, die das Ohr allein nicht greifen würde. Dass diese Idee unter dem Dach des ligeti zentrums nicht nur abstrakt bleiben, zeigt Eduardo Mirandas 2023 am DESY mit Quantencomputern komponierte „Multiverse Symphony“. Von Manfred Rürups Idee eines Studios im Computer bis zu Mirandas verschränkten Qubits sind es dieselben Fragen und Impulse.

Messung-Zither
Zither-Messung | Foto: Simon Linke

Im ligeti zentrum entstehen derweil ganz andere Arten von Instrumenten: Steinbergs DAW hatte es möglich gemacht, Musik ohne Instrument zu komponieren. Greg Bellers Synekine-Projekt dreht das nun um: Es verbindet Körperbewegung und Klang so, dass Improvisation und Komposition in einem Aufführungsmoment zusammenfallen. Das InnoLab entwickelt dafür Sensoren, Gestenerkennungsalgorithmen und Lautsprechersysteme. 

Der Spatial Sampler | Foto: Franziska Fiolka

Diese kommen darüber hinaus auch in Projekten wie dem Hexenkessel oder den Healing Soundscapes zum Einsatz: Der Hexenkessel, ein Prototyp für multimediale Bühnenperformances, zeigt, wohin eine sensorgestützte Erweiterung klassischer Instrumente führen kann, und Healing Soundscapes macht in Zusammenarbeit mit dem UKE deutlich, wie KI generierte Klangumgebungen das Wohlbefinden von Patient:innen und Personal in Wartebereichen von Kliniken messbar verbessern.

Lin Chen spielt den Hexenkessel auf der SuedKultur Music-Night 2024 / Foto: Jacob Mewes
Lin Chen spielt den Hexenkessel | Foto: Jacob Mewes

Auch wer kein Instrument beherrscht, kann eine Komposition mitgestalten

Im XR Lab verbinden sich dagegen physische Bühnen mit virtuellen Räumen. Moving Sound Pictures macht Gemälde in virtuellen Realitäten klanglich begehbar. Lern-Apps wie EMI-me! ermöglichen es Kindern und Erwachsenen, Musik mit dem Körper zu erkunden. Was zuvor vom Studio in den Rechner wanderte, verlässt ihn nun wieder und wird zum Raum selbst, ob virtuell, erweitert oder ganz real. So übertragen etwa vibrierende Drumsticks das Spielgefühl am Schlagzeug ohne Schlagzeug und öffnen die Musiktherapie für neurologisch eingeschränkte Patienten. Messungen der Körperdynamik beim Musizieren helfen dabei, Überlastungsschäden vorzubeugen. Klangskulpturen übertragen die Idee des Synthi AKS in den Körperraum, Schaukeln verändern Klanglandschaften, Bodensensoren verarbeiten Stimmen zu abstrakten Klangtexturen und eine Bananenschaukel macht aus dem Gleichgewichtssinn ein kollektives Konzert. Auch wer kein Instrument beherrscht, kann eine Komposition mitgestalten.

xrlab_ligetizentrum
Moving Sound Pictures | Foto: Christina Körte

Was all diese Projekte verbindet, ist nicht die Technologie. Es ist das Wissen, das zwischen ihnen oszilliert. Die Ideengeschichte von der Verbindung von Musik und Technologie, von dem Wissenstransfer zwischen den Disziplinen und Akteur:innen macht es möglich, innovative Idee zu entwickeln. Die Geschichte, die diese Reihe erzählt hat, ist voller Momente, in denen jemand etwas ausprobiert hat, das noch keinen Namen hatte. Von der Zinnpfeife der Orgelbauer über den Ringmodulator und den VST-Standard bis zum Quantencomputer oder Cyberinstruments: Hamburg war immer wieder der Ort, an dem Musiktechnologien von Weltgeltung entstanden. Hamburg war und ist nicht nur Kulisse, sondern Werkstatt und Ort des Austauschs. Hier werden Konzepte entworfen, probiert und weitergedacht. 

Moog System 55, Moog 1150 Ribbon Controller, Moog 1130 Percussion Controller, Minimoog | Foto: Clusternote, CC BY-SA 4.0
Moog System 55, Moog 1150 Ribbon Controller, Moog 1130 Percussion Controller, Minimoog | Foto: Clusternote, CC BY-SA 4.0

Über die Reihe Von Orgelpfeifen und Software-Plugins

Hamburg ist eine Musikstadt – im 17. Jahrhundert entsteht hier eine der ersten Bürgeropern Europas, große Komponist:innen wirkten seit Jahrhunderten an der Elbe, und heute reihen sich Elbphilharmonie, Musicalproduktionen und die Clubs der Reeperbahn in eine Geschichte, die klassische, populäre und experimentelle Musik gleichermaßen umfasst. Was dabei meist übersehen wird: Hamburg ist seit dem Mittelalter einer der produktivsten Orte der Welt, wenn es um Erfindung und Weiterentwicklung von Musiktechnologie geht – nicht Kulisse, sondern Werkstatt.

Die Serie Von Orgelpfeifen und Software-Plugins erzählt in acht Beiträgen eine Ideengeschichte und eine Geschichte des Wissenstransfers: von der Orgel als Hochtechnologie des Mittelalters bis zum ligeti zentrum als Entwicklungsort hybrider Instrumente der Gegenwart und Zukunft. Eine Einladung, Hamburg neu zu lesen – als Stadt mit technologischen Visionen und Musiktechnologien von Weltgeltung.

Titelfoto: Carsten Rabe

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Tue, 07 Jul 2026 09:38:51 +0000

Anbindung neuer Bezahldienstleister an bestehende Payment-Systeme

Referenz Software-Entwicklung

Payment-Integration für Versicherungen: neue Bezahldienstleister nahtlos anbinden

Wachsende Kundenerwartungen, neue Zahlungsstandards und steigende Wettbewerbsanforderungen machen moderne Payment-Lösungen auch für Versicherungen zur strategischen Notwendigkeit. red6 integriert neue Bezahldienstleister nahtlos in bestehende Systeme – ohne Unterbrechung des laufenden Betriebs und ohne dass interne Teams tief in die Komplexität der Zahlungsabwicklung einsteigen müssen.

Anbindung neuer Bezahldienstleister

Die Herausforderung

Die Migration von einem bestehenden auf einen neuen Zahlungsdienstleister ist für Versicherungen besonders anspruchsvoll, da bestehende Zahlungsprozesse, Datenstrukturen und Schnittstellen häufig eng mit dem bisherigen Anbieter verknüpft sind und gleichzeitig der laufende Geschäftsbetrieb ohne Unterbrechungen sichergestellt werden muss. Zusätzlich müssen historische Transaktionen, SEPA-Mandate, Rückerstattungen und verschiedene Zahlungsarten nahtlos unterstützt werden, während die Integration der neuen Plattform sorgfältig getestet und abgesichert wird. Gerade im Umfeld einer Versicherung kommt hinzu, dass Beitragszahlungen, Rückerstattungen und Mahnprozesse besonderen regulatorischen Vorgaben unterliegen.

Warum das bestehende System umfangreich angepasst werden musste:

    • Wachsende Anforderungen der Kunden an diverse Zahlmöglichkeiten wie Apple Pay, Google Pay oder PayPal
    • Reduktion der Abwicklungskosten bei externen Anbietern
    • Bessere Service-Level-Agreements des Anbieters, wie Service-Verfügbarkeit, 24/7 Kundenhotline oder IT-Sicherheit/Souveränität

Unsere red6-Lösung

Durch die Integration von modernen Bezahldienstleistern profitiert Ihr Versicherungsunternehmen von einer deutlich schnelleren Time-to-Market, ohne dass Sie selbst in die komplexe Welt der Zahlungsabwicklung mit Apple Pay, Google Pay, VISA, SEPA und EBICS einsteigen müssen.

Volle Integration in ihre bestehenden Systeme

Der neue Bezahldienst wird nahtlos in die bestehende Systemlandschaft des Unternehmens eingebunden, ohne dass grundlegende Änderungen an Kernprozessen oder der bestehenden IT-Architektur erforderlich sind. Dadurch bleiben bestehende Workflows, Datenmodelle und Frontends weitgehend erhalten, während gleichzeitig moderne Zahlungsfunktionen ergänzt werden.

Migrationsbegleitung

Während des gesamten Umstellungsprozesses wird das Versicherungsunternehmen aktiv unterstützt – von der technischen Analyse über die schrittweise Umstellung bis hin zum stabilen Parallelbetrieb. Dadurch wird sichergestellt, dass laufende Zahlungsprozesse nicht unterbrochen werden und Risiken bei der Migration minimiert bleiben.

Markenbildung im Endkundenbereich

Die Zahlungsprozesse werden im Erscheinungsbild des Versicherungsunternehmens gestaltet, sodass Endkunden ein konsistentes Markenerlebnis behalten. Logos, Farben und Kommunikationsstile können in den Checkout-Prozess integriert werden, wodurch Vertrauen gestärkt und die Markenbindung auch im Zahlungsprozess erhalten bleibt.

Wie unsere Lösung Ihr Unternehmen voranbringt

    • Schnellere Time-to-Market: Neue Zahlungsarten wie Apple Pay, Google Pay oder PayPal lassen sich deutlich schneller integrieren und aktivieren.
    • Höhere Conversion im Checkout: Mehr und vertraute Zahlungsoptionen reduzieren Kaufabbrüche und verbessern die Kundenerfahrung.
    • Geringere Komplexität & Kosten: Zentralisierte Payment-Infrastruktur reduziert Wartungsaufwand, interne Abhängigkeiten und Betriebskosten – ein Vorteil, den auch Versicherer mit ihren oft historisch gewachsenen Bestandssystemen zu schätzen wissen.
    • Mehr Flexibilität & Skalierbarkeit: Einfachere Anpassung an neue Märkte, regulatorische Anforderungen und zukünftige Payment-Trends.
  •  

Ihr Ansprechpartner: Dennis Grönger ​

Mit unserer Lösung gewinnen Versicherungsunternehmen mehr Flexibilität bei Zahlungsoptionen, senken ihre Betriebskosten und verbessern spürbar die Conversion im Checkout – ohne ihre bestehende IT-Landschaft grundlegend umzubauen. Sprechen Sie mit Dennis Grönger und erfahren Sie, wie eine Payment-Integration konkret für Ihr Unternehmen aussehen kann.

Weitere red6 Referenzen

Jetzt mit red6 durchstarten!

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Mon, 06 Jul 2026 10:25:55 +0000

Von Orgelpfeifen und Software-Plugins, Teil 7: Mit Emagic von Hamburg ins Appleversum

Von Dr. Fabian Czolbe

Während Steinberg 1996 in Hamburg den VST-Standard veröffentlichte und damit die Tür für Tausende von Plug-in-Entwickler:innen aufstieß, arbeiteten keine zehn Kilometer entfernt Gerhard Lengeling und Chris Adam in Rellingen bei Hamburg an einer anderen Antwort auf dieselbe Frage: Wie kann der Computer zu einem kreativen Werkzeug für Musiker:innen werden?

„My first synthesizer as a teenager was a Minimoog“, erinnert sich Lengeling. „It blew my mind as a musician. It sparked my interest in the crossings of technology and art. I wish that every generation could have the same opportunities.“

Es dürfte eine freundschaftliche Rivalität gewesen sein, die beide Teams antrieb

Begonnen hatte alles mit dem Atari ST, denn der Atari hatte etwas, das kein anderer Heimcomputer der 1980er-Jahre hatte: eingebaute MIDI-Anschlüsse. Für Musiker war er deshalb das Gerät der Stunde. Lengeling, damals Medizinstudent an der Universität Hamburg, und sein Partner Adam entwickelten für diesen Rechner zunächst Creator, dann Notator (ein Sequenzer, der als erster überhaupt Noten in Echtzeit anzeigen konnte, während man spielte). Der Hamburger Musikerverlag C-Lab vertrieb die Software. Steinbergs Cubase saß gleich um die Ecke und tat dasselbe – auf demselben Rechner, für dieselben Nutzer. Es dürfte eine freundschaftliche Rivalität gewesen sein, die beide Teams antrieb.

Emagics Notator Logic 1.2 auf einem Macintosh II 1993 | Bild: Sound on Sound, May 1993, S. 77, https://www.muzines.co.uk/
Emagics Notator Logic 1.2 auf einem Macintosh II 1993 | Bild: Sound on Sound, May 1993, S. 77, https://www.muzines.co.uk/

Das Problem war: Die Software gehörte ihnen nicht. C-Lab war kein Verlag im üblichen Sinne, sondern ein Unternehmen, das Lengeling und Adam die Vertriebsinfrastruktur stellte und im Gegenzug die Rechte an ihrem Code hielt. Als die Zusammenarbeit 1992 im Streit endete, standen die beiden Entwickler ohne ihr eigenes Produkt da. Notator gehörte C-Lab. Was sie jedoch mitnahmen, war das Wissen, wie man so etwas baut und die Überzeugung, es im Folgenden noch besser zu machen.

Lengeling, Adam und ihr Kollege Sven Junge gründeten in Rellingen die Emagic Soft- und Hardware GmbH und schrieben ihre Software von Grund auf neu. Das Ergebnis hieß Notator Logic und erschien 1993. Diesmal jedoch nicht für den Atari, sondern für den Mac. Der Atari war mächtig, doch der Mac die Zukunft und das verstand Lengeling früh.

Der Atari war mächtig, doch der Mac die Zukunft und das verstand Lengeling früh

Was Logic nun von Cubase unterschied, war kein Standard und keine offene Schnittstelle, sondern eine Haltung. Logic behandelte den Computer nicht nur als digitales Aufnahmegerät, sondern als Kompositionsumgebung. Den Kern bildete ein modulares Patchsystem, mit dem sich MIDI-Signale verteilen, transformieren und neu gestalten ließen. Zudem ermöglichte es der objektorientierte Editor, das jeder Kompositionsabschnitt als eigenständige, verschiebbare Einheit behandelt werden konnte, und der Hyper Editor, das einzelne MIDI-Events in grafischen Spuren sezierbar wurden. Da wo andere Sequenzer Noten und Klang streng trennten, liefen bei Logic Notation und Sequencing von Anfang an zusammen. Logic war komplex und es brauchte bereits damals Zeit, es in Gänze zu verstehen.

Cubase setzte auf Zugänglichkeit, Logic dagegen auf Differenziertheit und gewann damit Arrangeure, Komponisten und Produzenten. Ende der 1990er galt Logic auf dem Mac über Jahre hinweg als technisch überlegen. Steinberg und Emagic, zwei Hamburger Firmen, nicht weit voneinander entfernt, aber zwei grundverschiedene Philosophien.

Modulares Patchsystem von Notator Logic 1993 | Bild: https://www.muzines.co.uk/, UK-music-magazines-Archiv
Modulares Patchsystem von Notator Logic 1993 | Bild: https://www.muzines.co.uk/, UK-music-magazines-Archiv
Modulares Patchsystem von Notator Logic 1993 | Bild: https://www.muzines.co.uk/, UK-music-magazines-Archiv
Modulares Patchsystem von Notator Logic 1993 | Bild: https://www.muzines.co.uk/, UK-music-magazines-Archiv

Im Juli 2002 griff dann Apple zu. Der Konzern kaufte Emagic und es war das erste Mal, dass ein globaler Technologiekonzern ein Musiksoftware-Unternehmen übernahm. Zu dem Zeitpunkt hatten 200.000 Musiker:innen weltweit Logic im Einsatz, 65 Prozent davon auf dem Mac. Die Windows-Version wurde noch im selben Jahr eingestellt und ein Aufschrei ging durch die Branche. Was dann passierte, war für die Musikproduktion noch folgenreicher als die Übernahme selbst. Apple entwickelte Logic weiter, günstig, stabil und tief in das Betriebssystem integriert. Nebenbei baute Apple GarageBand, eine abgespeckte Version von Logic, aber kostenlos auf jedem Mac. Was in Rellingen als professionelles Werkzeug erschien, bot nun einer ganzen Generation an Musikproduzierenden einen Einstieg.

Was in Rellingen als professionelles Werkzeug erschien, bot nun einer ganzen Generation an Musikproduzierenden einen Einstieg

Lengeling wechselte mit zu Apple und blieb die musikalische Instanz hinter der Software. Er prägte die Design-Philosophie bis hin zu Logic Pro X und sorgte dafür, dass Logic trotz Konzernstrategien ein Werkzeug für Musiker:innen blieb. Im Januar 2026 ehrte ihn die MIDI Association mit dem Lifetime Achievement Award. Eine Auszeichnung für jemanden, der als Medizinstudent in Hamburg begann, Software für Musiker:innen zu schreiben, und damit die Art, wie Musik entstehen kann, grundlegend veränderte.

Verbindung von Notation und Sequenzer in Notator Logic 1993 | Bild: https://www.muzines.co.uk/, UK-music-magazines-Archiv
Verbindung von Notation und Sequenzer in Notator Logic 1993 | Bild: https://www.muzines.co.uk/, UK-music-magazines-Archiv
Moog System 55, Moog 1150 Ribbon Controller, Moog 1130 Percussion Controller, Minimoog | Foto: Clusternote, CC BY-SA 4.0
Moog System 55, Moog 1150 Ribbon Controller, Moog 1130 Percussion Controller, Minimoog | Foto: Clusternote, CC BY-SA 4.0

Über die Reihe Von Orgelpfeifen und Software-Plugins

Hamburg ist eine Musikstadt – im 17. Jahrhundert entsteht hier eine der ersten Bürgeropern Europas, große Komponist:innen wirkten seit Jahrhunderten an der Elbe, und heute reihen sich Elbphilharmonie, Musicalproduktionen und die Clubs der Reeperbahn in eine Geschichte, die klassische, populäre und experimentelle Musik gleichermaßen umfasst. Was dabei meist übersehen wird: Hamburg ist seit dem Mittelalter einer der produktivsten Orte der Welt, wenn es um Erfindung und Weiterentwicklung von Musiktechnologie geht – nicht Kulisse, sondern Werkstatt.

Die Serie Von Orgelpfeifen und Software-Plugins erzählt in acht Beiträgen eine Ideengeschichte und eine Geschichte des Wissenstransfers: von der Orgel als Hochtechnologie des Mittelalters bis zum ligeti zentrum als Entwicklungsort hybrider Instrumente der Gegenwart und Zukunft. Eine Einladung, Hamburg neu zu lesen – als Stadt mit technologischen Visionen und Musiktechnologien von Weltgeltung.

Titelfoto: Hyper Editor für die Kontrolle von MIDI Events in Notator Logic 1993 | Bild: https://www.muzines.co.uk/, UK-music-magazines-Archiv

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Tue, 23 Jun 2026 13:00:58 +0000

ligeti zentrum auf dem HHIS 2026: Innovation braucht die Künste!

Zum dritten Jahr in Folge präsentierte sich das ligeti zentrum beim Hamburg Innovation Summit in der HafenCity. Mit Talks, interaktiven Projekten und Installationen zeigte das Transferzentrum, wie die Künste, Wissenschaft, Gesundheit und Technologie in Hamburg-Harburg zusammenwirken.

Mit einem Infostand, zwei Bühnenformaten und der immersiven Sonic Exploration Box präsentierte sich das ligeti zentrum auf dem 11. Hamburg Innovation Summit (HHIS). Das größte Innovationsevent der Hansestadt zog am 18. Juni 2026 rund 2.200 Besucher:innen ins Oberhafenquartier und bot trotz hochsommerlicher Temperaturen zahlreiche Gelegenheiten für spannende Gespräche und interdisziplinären Austausch.

Foto: Michel Blümel

Austausch in der Gleishalle

Wie arbeiten vier Hamburger Hochschulen mit unterschiedlichen Forschungsschwerpunkten gemeinsam unter einem Dach? Wie werden Wissenschaft, Technologie und Gesundheit mit den Künsten vereint? Und was hat der Komponist György Ligeti damit zu tun? Antworten auf Fragen wie diese erhielten Besucher:innen am Infostand des ligeti zentrums im HHIS-„Headquarter“ in Theorie und Praxis. Auf den „Sound Bananas“ etwa konnten sie die eigene Klangwahrnehmung durch Bewegung spielerisch testen. Die modifizierten Schaukelbananen wurden im Projekt Klangskulpturen von Quirin Nebas (Artistic Research Lab) entwickelt.

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Foto: Hamburg Innovation Summit / Andreas Schwarz Photography

Vorträge auf der „Headquarter Stage“

Wie kann digitale Kunstvermittlung über das reine Streaming hinausgehen? Dieser Frage näherten sich Christian Frank und Peter Wolff (XR Lab) um 14:20 Uhr im Gespräch mit Jonas Laacke auf der „Headquarter Stage“. Hier stellten sie MultiView vor: verschiedene Kameraperspektiven, die sich vom digitalen Publikum frei wählen lassen. Das System findet bereits bei zahlreichen Konzertaufnahmen in der Mediathek der Hochschule für Musik und Theater Hamburg (HfMT) Anwendung.

Auch am späten Nachmittag rückte das ligeti zentrum auf der „Headquarter Stage“ erneut in den Fokus. In einem 20-minütigen Vortrag präsentierte Dr. Greg Beller (InnoLab) MusiXSpace – eine Musikproduktionsanwendung, die die Grenzen herkömmlicher Digital Audio Workstations (DAW) überschreitet. In einer sogenannten phygitalen Umgebung ist Klang nicht mehr nur eine Abstraktion auf einer Zeitachse, sondern ein räumliches und physisches Objekt, das durch Bewegungen direkt beeinflusst werden kann.

Foto: Michel Blümel

Ausprobieren in der Sonic Exploration Box

Besonders in der vom ligeti zentrum bespielten Sonic Exploration Box, einem mit Glas abgetrennten Raum in der „Innovation Corner“, ergaben sich zahlreiche persönliche Begegnungen und die Gelegenheit für Deep Dives in vier Programmpunkte und Projekte. Um 12 Uhr eröffneten Prof. Dr. Georg Hadju (Leitung ligeti zentrum), Gianni Tamanini und Barnabás Tóth den immersiven Raum mit einer angeleiteten Improvisation mithilfe von grafischer Notation, ehe Michel Blümel (Agentur für gesellschaftliche Teilhabe und Vermittlung) um 14 Uhr zeigte, wie sich im ehemaligen Kohlekraftwerk Moorburg aufgezeichnete Klänge in vollkommen neue akustische Realitäten überführen lassen. Auch um 15 Uhr konnten Besucher:innen sich kreativ ausprobieren und den Spatial Sampler XR, ein innovatives Musikinstrument von Dr. Greg Beller (InnoLab) in einer Mixed-Reality-Umgebung testen. Um 16 Uhr schließlich ging es um Stimmen und neu generierte Klangskulpturen: Der record-o-mat von Joana Welteke (Sustainable Theater Lab) und Nadja Rix zeichnet Gesagtes auf Knopfdruck auf – um es prompt zu fragmentieren, zu verfremden und neu zusammenzusetzen. Wie dieser zufallsbasierte Klangakteur klingt, zeigte das koppelbare Snappi-Lautsprechersystem von Prof. Dr. Jacob Sello (InnoLab).

Foto: Michel Blümel

Du hast das ligeti zentrum auf dem HHIS 2026 verpasst?

Auch in den kommenden Monaten gibt es zahlreiche Gelegenheiten, die Projekte des ligeti zentrums kennenzulernen. Alle kommenden Veranstaltungen, Ausstellungen, Konzerte und Workshops sind im Eventkalender zu finden.

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Mon, 22 Jun 2026 12:39:34 +0000

Von Orgelpfeifen und Software-Plugins, Teil 6: Hamburg 1996 – als das Tonstudio ins RAM zog

Von Dr. Fabian Czolbe

1983 lernten sich der Ingenieur Karl „Charlie“ Steinberg und der Keyboarder Manfred Rürup zufällig bei einer Aufnahmesession im Delta-Studio kennen. Dies wurde zu einem der innovativsten Impulse aus Hamburg, der in den folgenden zwölf Jahren das Musik-/Tonstudio neu erfinden sollte. Das ersten Steinberg-Research-Produkte waren der DX Saver und ein bescheidener Multi-Tracker für den Commodore 64 – minimalste Mittel, größte Folgen.

When I first had the Multi-Track sequencer ready I felt it would be successful because I saw that there was nothing else like it around. I knew that using this MIDI mode gave you the capability to do such powerful things with computers

– Charlie Steinberg, 1986

Multi-Tracker Sequenzer Pro-16 Professional von Steinberg Research 1984 | Bild: Jesper Ranum
Multi-Tracker Sequenzer Pro-16 Professional von Steinberg Research 1984 | Bild: Jesper Ranum
Cubase (KeyEditor + ArrangeScreen) 1989 | Bilder: Nigel Lord
Cubase (KeyEditor + ArrangeScreen) 1989 | Bilder: Nigel Lord

Fünf Jahre später erschien, zunächst noch als reiner MIDI-Sequenzer für den Atari ST von einem Team (Werner Kracht, Wolfgang Kundrus, Chris Mercer, Michael Michaelis, Stefan Scheffler) um Charlie Steinberg entwickelt, Cubase. Mit der Maus ließen sich nun ganze Arrangements zusammensetzen, unsauber eingespielte Noten geraderücken („quantisieren“) und Tempi nach Belieben verändern. Plötzlich konnte nahezu jeder musizieren, auch ohne ein Instrument zu beherrschen. Mit Anfang der 1990er-Jahre konnte zudem eine Audiospur direkt in Cubase aufgezeichnet werden und das analoge Tonstudio sah sich seinem digitalen Doppelgänger gegenüber.

Irgendwie war jedem im Team klar, wo wir hinwollten – unsere Vision war das Studio im Computer

– Manfred Rürup, 2024

Der eigentliche Paradigmenwechsel kam jedoch 1996: Mit Cubase 3.02 definierte die Firma Steinberg die Virtual Studio Technology, kurz VST. VST war eine Schnittstelle, über die sich Hall, Chorus und Echo, ab 1999 dann auch komplette Synthesizer, als kleine Programme (Plugins) direkt in die Aufnahmesoftware einklinken ließen. Klangerzeuger und Effekte mussten nun nicht mehr als Hardware angeschafft, verkabelt und gepflegt werden. Was zehn Jahre zuvor noch in Schaltkreisen aus London, New York oder Vermont saß, zog ins RAM eines Heimcomputers und katapultierte die computergestützte Musikproduktion in neue Dimensionen.

Kurz darauf veröffentlichte Steinberg die Audio-Stream-Input/Output-Architektur (ASIO), was die Latenz zwischen Tastendruck und Klang dramatisch verringerte und die Interaktion zwischen Keyboard und Computer musikalisch machte. Beides, VST und ASIO, stellte Steinberg schließlich als freie Protokoll-Architekturen im Netz zur Verfügung. Binnen weniger Jahre wurden VST und ASIO zum globalen Standard.

Manfred Rürup und Charlie Steinberg 1992 | Foto: TOS Magazin (January 1992)
Manfred Rürup und Charlie Steinberg 1992 | Foto: TOS Magazin (January 1992)

Heute basiert nahezu jedes professionelle Musik-Plugin auf diesem Hamburger Standard. Ohne ihn gäbe es wohl keine solche Vielfalt an virtuellen Instrumenten und digitalen Effekten in der heutigen Form. Was bei Harald Bode in Vermont begann und bei EMS in London im Aktenkoffer landete, war mit Steinberg endgültig als innovative Musiktechnologie im Computer angekommen.

Moog System 55, Moog 1150 Ribbon Controller, Moog 1130 Percussion Controller, Minimoog | Foto: Clusternote, CC BY-SA 4.0
Moog System 55, Moog 1150 Ribbon Controller, Moog 1130 Percussion Controller, Minimoog | Foto: Clusternote, CC BY-SA 4.0

Über die Reihe Von Orgelpfeifen und Software-Plugins

Hamburg ist eine Musikstadt – im 17. Jahrhundert entsteht hier eine der ersten Bürgeropern Europas, große Komponist:innen wirkten seit Jahrhunderten an der Elbe, und heute reihen sich Elbphilharmonie, Musicalproduktionen und die Clubs der Reeperbahn in eine Geschichte, die klassische, populäre und experimentelle Musik gleichermaßen umfasst. Was dabei meist übersehen wird: Hamburg ist seit dem Mittelalter einer der produktivsten Orte der Welt, wenn es um Erfindung und Weiterentwicklung von Musiktechnologie geht – nicht Kulisse, sondern Werkstatt.

Die Serie Von Orgelpfeifen und Software-Plugins erzählt in acht Beiträgen eine Ideengeschichte und eine Geschichte des Wissenstransfers: von der Orgel als Hochtechnologie des Mittelalters bis zum ligeti zentrum als Entwicklungsort hybrider Instrumente der Gegenwart und Zukunft. Eine Einladung, Hamburg neu zu lesen – als Stadt mit technologischen Visionen und Musiktechnologien von Weltgeltung.

Titelfoto: Steinberg Research mit Karl „Charlie“ Steinberg vor einem Atari ST Computer 1983 | Foto: Tony Hastings

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Mon, 22 Jun 2026 10:45:07 +0000

an old GAMEBOY. on the screen: uxHH Roundtable Video Game Edition

Mark the date: 8-Jul-2026. Reserve a (free) spot. On-site in Hamburg-Hoheluft or online.
Our next Roundtable is on the UX of Video Games – retro and new /with Dina Elaraby and Meik Mense-Koch
More info: uxhh.de/#roundtable
RSVP on eventbrite: eventbrite.de/e/uxhh-roundtabl

Wed, 17 Jun 2026 14:59:09 +0000

The Ear Wants to Hear: Interaktive Klangausstellung in Hamburg

Vom 20. bis 25. Juni 2026 verwandelt sich das historische Schulgebäude in der Seilerstraße 43 auf St. Pauli in einen interaktiven Ausstellungsraum. Die kostenfreie Klangausstellung The Ear Wants to Hear verbindet Bewegung, Spiel und Klangwahrnehmung zu einem immersiven Erfahrungsraum.

Wie klingt eine Bananenschaukel? Wie lässt sich Klang durch Bewegung, Balance oder die eigene Stimme formen? Und wie hört sich das an? Im Projekt Klangskulpturen untersucht Quirin Nebas (Artistic Research Lab) neue Formen des Hörens, der Klanggestaltung und -wahrnehmung. Nach zahlreichen Tests verschiedener Prototypen präsentiert er im historischen Schulgebäude in der Seilerstraße 43 nun das Ergebnis: The Ear Wants to Hear, eine interaktive Klangausstellung.

Fünf Tage, vom 20. bis 25. Juni 2026, können Besucher:innen zwei Rauminstallationen testen: „Plapalapap“ – überdimensionale Ohrenskulpturen, die Stimmen aufnehmen und verfremden, und die „Sound Bananas“ – Schaukelbananen, die Balance mit Klang verknüpfen.

Die Interaktionen sind bewusst simpel gestaltet. Sie sollen kaum Überwindung kosten. Laufen, stehen, sitzen, schaukeln und wippen – das schließlich sind Bewegungen, die wohl alle im Alltag ausüben. Wie aber verändert sich die eigene Wahrnehmung durch die Verbindung mit Klängen? In der kostenlosen Ausstellung können Besucher:innen jeden Alters genau das spielerisch herausfinden.

The Ear Wants to Hear eröffnet am Samstag, den 20. Juni 2026, um 12 Uhr. Ab 18 Uhr findet zudem eine Vernissage statt. 

„The Ear Wants to Hear“ – Interaktive Klangausstellung

Seilerstraße 43 (Eingang im Hinterhof)
20359 Hamburg

Ausstellung
20.–25.06., 12–18 Uhr
Eintritt frei

Vernissage
20.06., ab 18 Uhr

Weitere Informationen

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Wed, 17 Jun 2026 11:14:40 +0000

Harburg im Zeichen der Computermusik: ligeti zentrum veranstaltet erfolgreiches Begleitfestival zur ICMC HAMBURG 2026

Mit 400 Besucher:innen, interaktiven Performances und einem internationalen Science-Slam brachte die Off-ICMC aktuelle Forschung zu computergestützter Musik aus den Konferenzräumen der ICMC HAMBURG 2026 direkt in den öffentlichen Raum Hamburg-Harburgs.

Vom 10. bis 16. Mai 2026 fand die International Computer Music Conference (ICMC) in Hamburg-Harburg statt. Damit kehrte die renommierte Konferenz für computergestützte Musik nach 26 Jahren erstmals nach Deutschland zurück. Das offizielle Konferenzprogramm ergänzte das ligeti zentrum durch die Off-ICMC. Unter dem Titel „Musik in unserer digitalen Zeit“ öffnete das kostenlose Begleitfestival einen Raum für öffentliche Konzerte, Workshops, interaktive Performances und kreativen Austausch mit der internationalen wissenschaftlichen Community. Das offizielle Konferenzmotto „Innovation, Translation, Participation“ übersetzte die Off-ICMC in alltagsnahe Fragen: „Was ist Musik für dich? Wie klingt sie heute? Wo beginnt sie, wo hört sie auf?“

Auf Stelzen machte sich die Oakleaf Streetshow auf den Weg in die Harburger Innenstadt | Foto: Nadine Schwalb
Auf Stelzen machte sich die Oakleaf Streetshow auf den Weg in die Harburger Innenstadt | Foto: Nadine Schwalb
Wie klingt diese kuriose Bodypercussion? Das findet man durch Ausprobieren am besten heraus | Foto: Nadine Schwalb
Wie klingt diese kuriose Bodypercussion? Das findet man durch Ausprobieren am besten heraus | Foto: Nadine Schwalb

Musikforschung zum Mitmachen

Um das umfangreiche Programm – bestehend aus fünf Workshops, fünf Performances, drei Konzerten und einem Science Slam – einem möglichst vielfältigen Publikum zugänglich zu machen, fanden die Veranstaltungen der Off-ICMC im öffentlichen Raum sowie in bekannten Harburger Institutionen statt. Während das Festival-Zentrum in der Harburg Info drei Tage lang als zentrale Anlaufstelle diente, beleuchteten Workshops an der Technischen Universität Hamburg (TUHH) etwa die Grundlagen des Programmierens oder neue Perspektiven auf Virtual Reality. Derweil lud das Stellwerk Hamburg zu interaktiven Installationen und Performances mit Clubatmosphäre ein.

Im Stellwerk Hamburg wurden Skulpturen aus biologisch abbaubarem Bioplastik ausgestellt | Foto: Daria Radler
Im Stellwerk Hamburg wurden Skulpturen aus biologisch abbaubarem Bioplastik ausgestellt | Foto: Daria Radler
Während der Konferenzwoche gab es diverse Überschneidungen zur ICMC. So auch bei der gemeinsamen After-Party im Stellwerk Hamburg | Foto: Daria Radler
Während der Konferenzwoche gab es diverse Überschneidungen zur ICMC. So auch bei der gemeinsamen After-Party im Stellwerk Hamburg | Foto: Daria Radler

Auch sprachlich sorgte die Off-ICMC mit mehrsprachigen Audioformaten und Live-Übersetzungen für Zugänglichkeit. Für internationalen Austausch auf der großen Bühne sorgte etwa der Science-Slam im neu sanierten Kultur Palast Harburg. Begleitet durch eine Synchronübersetzerin präsentierten internationale Künstler:innen und Forschende ihre Projekte auf humorvolle und verständliche Weise. Den besten Beitrag – ein interaktiver Vortrag über musikalische Chemie von Walker Smith (USA), 2025 dreimonatiger Resident im ligeti zentrum – wählte das Publikum.

Mit zehnminütigen Beiträgen versuchten die Performer:innen das Publikum von ihrer künstlerischen Forschung zu überzeugen | Foto: Daria Radler
Mit zehnminütigen Beiträgen versuchten die Performer:innen das Publikum von ihrer künstlerischen Forschung zu überzeugen | Foto: Daria Radler
Über die besten Beiträge des Science Slam entschied das Publikum | Foto: Daria Radler
Über die besten Beiträge des Science Slam entschied das Publikum | Foto: Daria Radler
Mehrsprachig dank Synchronübersetzung: Über Kopfhörer konnte das Publikum die Beiträge auf deutsch oder englisch verfolgen | Foto: Daria Radler
Mehrsprachig dank Synchronübersetzung: Über Kopfhörer konnte das Publikum die Beiträge auf deutsch oder englisch verfolgen | Foto: Daria Radler
Der Gewinner des Science Slams im Kultur Palast Harburg: Walker Smith (USA) | Foto: Daria Radler
Mit seinem künstlerischen Vortrag über musikalische Chemie gewann Walker Smith (USA) den Science Slam im Kultur Palast Harburg | Foto: Daria Radler

Öffentliche und mediale Resonanz

Verteilt über sechs Tage nahmen über 400 Besucher:innen aller Altersgruppen an den Veranstaltungen der Off-ICMC teil. Die Organisator:innen aus dem ligeti zentrum – Nadine Schwalb (Agentur für Vermittlung und gesellschaftliche Teilhabe), Joana Welteke (Sustainable Theater Lab) und Christian Tschirner (Sustainable Theater Lab) – blicken auf eine erfolgreiche Programmwoche zurück. „Mit der Off-ICMC ist es unserem interdisziplinären Team gelungen, Menschen außerhalb des klassischen Konferenzkontexts zu erreichen und das Themenfeld ‚Computermusik‘ bewusst in öffentliche und nicht-universitäre Räume zu tragen“, berichtet Nadine Schwalb. „Besonders in Erinnerung geblieben sind mir die Momente, in denen Konferenzbesucher:innen und Meschen aus Harburg zusammengekommen sind – sei es zu Techno auf einem digitalen Akkordeon in der Fußgängerzone oder beim interaktiven Musikbeitrag während des Science Slams, an dem alle mit ihren Handys teilnehmen konnten.“

In der intensiven Woche sind wir auf viel Neugier, Offenheit und Interesse gestoßen. Harburg habe ich wieder einmal mehr als einen Stadtteil erlebt, in dem Menschen einander herzlich begegnen und neue Formate bereitwillig annehmen

– Nadine Schwalb, Leiterin der Agentur für Vermittlung und gesellschaftliche Teilhabe

Welche Geräusche und Klänge umgeben uns im Alltag? Einladung zum genauen Hinhören beim Klangspaziergang | Foto: Daria Radler
Welche Geräusche und Klänge umgeben uns im Alltag? Einladung zum genauen Hinhören beim Klangspaziergang | Foto: Daria Radler
Radioballett auf dem Harburger Rathausplatz: Mit Funkkopfhörern tauchten die Teilnehmenden in eine andere Welt ein | Foto: Daria Radler
Radioballett auf dem Harburger Rathausplatz: Mit Funkkopfhörern tauchten die Teilnehmenden in eine andere Welt ein | Foto: Daria Radler
Was machen diese Menschen da? Viele Veranstaltungen fanden im öffentlichen Raum statt. Auch spontanes Mitmachen war möglich – und erwünscht | Foto: Daria Radler
Was machen diese Menschen da? Viele Veranstaltungen fanden im öffentlichen Raum statt. Auch spontanes Mitmachen war möglich – und erwünscht | Foto: Daria Radler

Auch die mediale Resonanz unterstrich das öffentliche Interesse an der Verbindung von Forschung, Musik und Gesellschaft. Beiträge über das ligeti zentrum, die ICMC und Off-ICMC erschienen unter anderem bei ByteFM, im Hamburger Abendblatt sowie im NDR Hamburg Journal, Kulturjournal und auf NDR 90.3.

Eine Woche lang trug die Off-ICMC Computermusik aus dem Konferenzraum in den öffentlichen Raum | Foto: Daria Radler
Eine Woche lang trug die Off-ICMC Computermusik aus dem Konferenzraum in den öffentlichen Raum | Foto: Daria Radler

So geht es weiter

An den erfolgreichen und öffentlichkeitswirksamen Transfer knüpft das ligeti zentrum auch künftig an. Neben individuellen Projektpräsentationen und Veranstaltungen öffnet das gesamte Zentrum am 5. Dezember 2026 im Rahmen eines Tages der offenen Tür erneut seine Labs und Büros für interessierte Besucher:innen.

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Sun, 03 May 2026 09:17:52 +0000

Eine Glaskugel vor einem Dämmerungshorizont. Darunter 4 Portraits. 2 Frauen. 2 Männer
Text: 28.5. UX-Design im Wandel

Roundtable am 28.5.26 :: Die Zukunft von UX Wer sind wir morgen und wenn ja, wie viele? – mit den Panelistas Sabine von Nordheim, Thomas Latus, Sabine Hipp und @wolfbruening

Infos: uxhh.de/#roundtable
Tickets: eventbrite.de/e/uxhh-roundtabl

in Hamburg

Sat, 14 Mar 2026 17:18:47 +0000

Du bis ein UX-Blogger aus Hamburg oder Deine Firma in der Metropolregion Hamburg hat einen Blog und kümmert sich um die UX von Produkten und Services? Dann nehmen wir gerne Deinen RSS-Feed für auf.
Denn das Syndikat fließt wieder mprove.de/blogs/rss/index.php?

( Jetzt schon im Menü; und bald auch direkt auf der Site uxhh.de )

Sun, 01 Feb 2026 11:02:44 +0000

9 kleine Fotos mit Impressionen vom Event. Publikum und Referent und ein Beamer-Bild

Fotos – Feedback – Referenzen zum UX Roundtable mit Thorsten Barré "AUF" uxHH >> uxhh.de/roundtable/archiv/inde

Thu, 08 Jan 2026 19:40:59 +0000

Save the date & get your ticket now for the Hamburg UX Roundtable on 29-Jan-2026 :: Thorsten Barré from on "One UX to rule them all? Multi-Touchpoint UX für die ZDF Streaming-Plattform"

uxhh.de/#roundtable

Fri, 05 Dec 2025 07:49:01 +0000

night scene with a christmas market and a ship. lots of lights and reflections

Will you join us at the uXmas gathering at Fleetinsel Christmas Market next Tuesday Dec-9?
Info and registration via eventbrite >> eventbrite.de/e/uxmas-gatherin

Mon, 17 Nov 2025 21:06:45 +0000

Der als Foto-Galerie zum Nachschauen und -schwelgen
photo.mprove.net/gallery/25/wu

/zusammengestellt von @mprove

World Usability Day
2025

Thu, 21 Aug 2025 15:05:52 +0000

Stefani Rohrbeck zu Gast im Roundtable am 9.9.25

User Experience ist Wandel. Um nicht immer den gleichen Quark zu produzieren, müssen auch Abläufe in Design- und Produktteams verändert werden. Wie gelingt es uns, Teams auf neue Ziele einzunorden? Stefani diskutiert mit uns die Bedingungen für erfolgreiche Transformationen.

Infos und (kostenfreie) Tickets :: uxhh-change.eventbrite.de/

Tue, 29 Jul 2025 09:15:03 +0000

Impressionen vom wunderbaren »UX and the FUTURE«-Roundtable bei prismeo.
Vielen Dank an Kai Klopsch und Jan Maas für die Gastfreundschaft; an Kai auch für seinen Vortrag!

Bilder: photo.mprove.net/gallery/25/ux

/photos @mprove et al.

Mon, 16 Jun 2025 14:32:13 +0000

Offenbar ein Lokal mit einem UXR-Plakat an der Wand. Außerdem eine Lampe aus roten kleinen Flaschen

Herzliche Einladung zum Sommer-uxHH-Dinner-Roundtable am Montag, den 14.Juli bei mama neben dem Rathaus.
Tickets: uxhh-summer-2025.eventbrite.de/

Mon, 21 Apr 2025 16:14:41 +0000

Eine LED-Konsole. Zulesen: MAY 26 2025. UX and the FUTURE

SaveTheDate :: Roundtable am 26.5.2025 in der Hamburger HafenCity. Kostenlose Early Bird Tickets gibt es ab sofort via uxhh.de/#aktuell

Thu, 13 Feb 2025 10:08:46 +0000

Ein Blick auf uxhh.de

(und etwas mehr) für Hamburg

Mon, 13 Jan 2025 20:53:20 +0000

Holzlettern zeigen spiegelverkehrt: UXWRITING

"Erfolgsfaktor UX-Writing" – Sichere Dir jetzt ein kostenfreies Ticket für den nächsten Roundtable am 30.1. mit Isabelle von Moeller und Sebastian Kopp:
Infos und Ticket: uxhh.de/

Thu, 24 Oct 2024 12:21:45 +0000

Panel mit 5 Leuten. Im Hintergrund ein Zebrastreifen mit den Worten: Design for Good or Evil.

Designing for a Better World 🌎 🌍 🌏 Noch 3 Wochen bis zum WUD (World Usability Day) am 14. November – Live an der HAW Finkenau. Wir treffen uns und laden Euch alle herzlich zu Diskussionen und Vorträgen rund um Design, Accessibility/Zugänglichkeit, sowie Nachhaltigkeit ein.
Organisiert wird der kostenlose Spätnachmittag von uns und dem SUX-Netzwerk.

Programm und kostenfreie Tickets via wudhh.de/

Wed, 16 Oct 2024 09:17:44 +0000

is back. Save the date or (even better) get your free ticket for 14-Nov-2024 :: wudhh.de/